Große Herausforderung Ärzte und Rettungskräfte zu mobilisieren
Die Nachfrage nach Rehasport in den Herzgruppen des BSSA ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, aber es mangelt in vielen Vereinen an Übungsleitenden und vor allem auch an ärztlichem Begleitpersonal. Die Regularien zur Betreuung der Sportgruppen haben sich aus medizinischer Sicht zwar verändert, trotzdem gibt es immer wieder große Herausforderungen Ärzte und Rettungskräfte zu mobilisieren.
Aus diesem Grund hat der BSSA in den vergangenen Jahren viele Initiativen gestartet, um der wachsenden Nachfrage zu begegnen.
Umfangreiche Kampagnen zur Gewinnung von ÜL u.a. über die Universität Magdeburg wurden durchgeführt. Aber auch bei der medizinischen Betreuung ist der BSSA nicht untätig geblieben. Vorträge bei der Ärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung sind nur ein Beispiel. Über 200 Briefe an niedergelassene Ärzte wurden verschickt, nur leider war die Rücklaufquote sehr gering. Der BSSA sieht bei ausgeschiedenen Ärzten ein hohes Potential, da die tägliche Verpflichtung in der Praxis nicht mehr existiert, und somit ein bisschen mehr Luft zur Verfügung steht, sich in den Vereinen zu engagieren. Die Gewinnung des Personals, nicht nur bei den Ärzten sondern auch bei den Rettungskräften, ist über Mund zu Mund Propaganda und im persönlichen Umfeld eine weitere Möglichkeit.
Am Montag den 07.07.2025 fand beim Verein SV Eintracht Gommern ein Interview durch die Ärztekammer mit dem betreuenden Herzsportarzt Dr. Michael Sudau statt. Hier ist die Konstellation aber auch ganz besonders. Dr. Sudau ist noch im aktiven Berufsleben als Kardiologe und Sportmediziner tätig, und im Verein nicht nur der betreuende Arzt, sondern gleichzeitig auch Übungsleiter in der Gruppe. Das zeigt wiederum, dass nicht nur ausgeschiedene Ärzte aktiv werden können und gesucht werden, sondern auch die Berufstätigen diesem Beispiel folgen können.
Autorin: Birgit Strackeljan
Die Herzsport-Gruppe des SV Eintracht Gommern unter der Leitung von Dr. Michael Sudau
Foto: Birgit Strackeljan





