Andrea Eskau auf dem Weg zu WM-Silber im Straßenrennen
Foto: Amira Antar
Die deutsche Paralympische Radmannschaft hat die Straßenweltmeisterschaft im Para-Cycling, die vom 5. bis 12. September 2011 in Roskilde/Dänemark ausgetragen wurde, sehr erfolgreich beendet.
Andrea Eskau (USC Magdeburg) fuhr für das deutsche Team zwei der insgesamt 19 errungenen Medaillen ein. Im Einzelzeitfahren konnte sie eine Bronze- und im Straßenrennen eine Silbermedaille gewinnen. Unter Berücksichtigung der schweren Visrusinfektion im Vorfeld, die ein volles Training verhinderte, ist sie mit diesen Ergebnissen zufrieden.
Das Zeitfahren ging Eskau zu zurückhaltend an und konnte bei ständig wechselnden, böigen Winden ihr Potential nicht vollständig abrufen. So kam sie nach Laura De Vaan (Niederlande) und Mannschaftkollegin Dorothee Vieth auf Platz drei. Beim Straßenrennen sorgten Eskau und Vieth als einzige für Tempo und bestimmten das Rennen von Beginn an. Da sich die Konkurrentinnen nur auf Andrea Eskau fokussierten, lies diese ihre Teamkollegin in einer günstigen Situation ausreißen. Offensichtlich wollte keine der Gegnerinnen die Verfolgung aufnehmen und Vieth konnte ihrem Sieg ungefährdet einfahren. Den Sprint des Feldes gewann Eskau überlegen und sicherte sich so Silber. Taktisch war dieses Rennen ein Glanzstück und die richtige Reaktion der deutschen Teamkolleginnen auf die Fahrweise der Konkurrentinnen.
Das deutsche Team war mit 30 Athletinnen und Athleten am Start. Mit insgesamt 19 Medaillen, davon fünf goldenen, belegte die Mannschaft von Trainer von Patrick Kromer in der Nationen-Wertung Platz Zwei.

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